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Deutschland ist ein zweites Mal in seiner Geschichte zu ent-traumatisieren vom zweiten 30-jährigen Krieg, vom 30-jährigen Weltkrieg 1914 bis 1945. (Vielleicht auch definierbar als zweiter 30-jähriger Europa-Krieg zur Austragung in Europas Mitte von aufgestauten fundamentalen europaweiten säkularen System-Konflikten). Deutschland muss fort von der künstlichen Fassade des sich überschätzenden Gutmenschentums der Traumatisierten. Es muss hin finden zur Leistungsgesellschaft, die wieder genug Geld hat für echtes Soziales und genug Zuversicht in die Zukunft. Änderung ist zu wagen, Neues ist zu wagen, Überholtes ist zu zerstören. Dieser Text entstand 2003. Anfang 2009 wurden von dieser Website die meisten Texte entfernt, die Meinungen formulierten. Die folgende Analyse hätte demnach eigentlich gelöscht werden müssen? - Letztlich ist das Meiste des nachstehenden Textes eine geraffte Darstellung von abstrakt argumentierenden wissenschaftlichen Erörterungen. Dies soll gelegentlich in naher Zukunft für jeden Punkt aufgezeigt werden. Der unsichtbare und unmessbare Teil der gesellschaftlichen Beziehungen und der Denkformen entzieht sich zwar einer exakten Definierbarkeit, weil weder Zahlen noch Sprache die sehr komplexen Konturen und fließenden Übergänge eindeutig abbilden können. Irrig aber ist die Meinung vieler Naturwissenschaftler, man dürfe deshalb diesen Teil der Wissenschaften als minderwertig beiseite schieben, nämlich als zu unexakt. Die Wichtigkeit einer Wissenschaft ist nach der Wichtigkeit ihres Gegenstandes zu bemessen. Schwer Definierbares, Unmessbares und nicht unmittelbar Sichtbares im Denken dominiert das Funktionieren der Zivilisation. Der Lösungsansatz zur wissenschaftlichen Fassbarkeit liegt bei Definitorik und Linguistik. Eine so gestaltete Objektivierung soll irgendwann für die Einzelpunkte der nachstehenden Liste hinzugefügt werden. - Ende des Vorspanns - nun der Haupttext -
Der erste Schritt, die Analyse der Traumatisierung, ist am Schluss: Abschnitt Z. An sich ist es zur Zeit Vorliebe der Deutschen, dem Jammern immer den ersten Platz zu geben. Also wird es hier anders herum gemacht. Gejammert wird erst zum Schluss. Nun das, was zur Ent-Traumatisierung und zur Normalisierung getan werden könnte:
B.1. Wiederherstellung des Respektes von Elite und Spitzenklassifikation in Gesetz, Wirtschaft, Wissenschaftsbetrieb.
Zur Zeit gilt in Deutschland Spitzenqualifikation zu oft als ein Störfaktor der Karrierechancen für Mittelmäßige oder als unverdientes Privileg von Leuten mit reichen Eltern. B.2. Wissenschaftler arbeiten lassen.
Kostbare Wissenschaftler- Intelligenz nur noch für Wissenschaft arbeiten lassen - freistellen von Bürokraten- Pflichten. Wissenschaftsetats sofort der Verteilung durch Bürokratien entziehen. B.3. Beendigung des Don-Quijote-Krieges gegen weltweit untentrinnbare Technologietrends.
B.4. Integrierten Wissenschaftsraum mit den östlichen neuen EU-Mitgliedern vorantreiben.
B.5. Freies Sofort-Aufenthaltsrecht für Spitzenexperten aller Länder der Erde.
B.6. Deutschland muß ohne Zaudern wieder die Brücke sein wollen...
Deutschland muß ohne Zaudern wieder die Brücke sein wollen zwischen Ost und West - und zukünftig international - für elitäre Wissenschaft, Technologie, Kultur. Deutschland ist nach zwei verlorenen Weltkriegen zu klein geworden in der wachsenden Weltbevölkerung für einen zukünftigen Alleingang. Die äußeren Rahmenbedingungen für eine grenzüberschreitende Ausstrahlung des Standortes sind inzwischen wieder eingetreten. Das Problem liegt nur noch bei den post-traumatischen Störungen in den Köpfen der Deutschen. Das betrifft ganz besonders viele unter den deutschen Schullehrern, wodurch es Massenphänomen wurde.
C.1. Wiederherstellung des Respektes gegenüber leistenden Unternehmern.
C.2. Unternehmern erlauben, Gewinne steuerfrei zu investieren - Kapitalbildung.
C.3. Unternehmen gegen überdimensionierten Proftwillen schützen.
Arbeitnehmern unterbinden, für ihr natürliches Profitinteresse über Gewerkschaften die Wirtschaft bis hin zur Massenarbeitslosigkeit zu ruinieren. C.4. Den ,,korporatistischen Sozialismus'', Erbe der national- ,,sozialistischen''(!) Zeit, auslöschen:
Privilegien von Großwirtschaft und staatlich akkreditiertem Verbandswesen annullieren. C.5. Alle normal-unternehmerischen Staatsunternehmen privatisieren.
Schluss mit diesen Postenschacher- Reservaten für abgehalfterte Politiker - eine Fortschrittsbremse der Nation. C.6. Die Macht den Experten statt den Bürokraten. Intelligenz ist das Kriterium.
Keine Postenverteilung mehr über Filz, Frauen- oder Männerquoten, Arbeitnehmer- oder Selbständigenquoten. Nach vorne blicken und die Macht den Besten übertragen, nicht mehr den Raffiniertesten. Schluss mit Filzokratie, ,,Amigo-ismus'' und Gruppenprivilegien. C.7. Zukunftstechnologie-Experten unmittelbar finanzieren, nicht mehr ihre Parasiten. C.8. Fördermittel- Entscheide durch Experten, nicht mehr durch Verwaltungsangestellte, nicht mehr durch Businessplan-Abhaker.
C.9. Private Direktinvestitionen in technologie-orientierte Unternehmen anregen.
Eigene Anteilsplatzierung durch jeden und alle ermöglichen und erleichtern. Entsprechend geeignete Rechtsformen sollen ohne Eigenkapital und für eine ganz niedrige Eintragungsgebühr zu gründen sein. Eine Pflicht zu hohen Platzierungskosten (Prospekte, Nachweise) soll entfallen für den Fall niedriger einzusammelnder Gesamtsummen und nur weniger Anteilsinhaber. Direktinvestition in kleinen Technologie-Unternehmen - auch bei Aktienerwerb - soll den Investor zu deen eigenen Steuern steuerfrei stellen oder steuerlich bevorzugen. Die Marktbildung für solche Anteile (Nebenbörsen) soll staatlich unterstützt werden, bis die marktbildenden Unternehmen autonom lebensfähig ist. C.10. Wiedereinstellprogramme für Personen ab Alter 50.
Spitzenerfahrung zurück in die Angestelltenkulturen - - und Recht auf Arbeit so lange, wie der einzelne will und kann. Sonderprämien für Wiedereinstellung von Personen ab 50. Nichtigkeit aller Vereinbarungen der Begrenzung der Lebensarbeitszeit. C.11. Wagemut fördern: Haftungsfreistellung bei unternehmerischen Insolvenzen.
Durch Bürgschaftskassen und Kompensationskreise das Risiko für Gläubiger und Banken weitgehend eliminieren.
D.1. Beendigung der Privilegierung der sozialen Bedürftigkeit und der Schwäche.
Mehr soziale Hilfe für die wenigen wirklich Bedürftigen. Fordernde Arbeit statt Beihilfen-Kultur für alle anderen. D.2. Ent-Traumatisierung: Das weltweit einmalige deutsche ,,Gutmenschentum'' endgültig lächerlich machen.
Die Deutschen von heute sind keinen Deut besser, edler, moralischer als die von 1935. Wohl rund 95% der Bürger wohl aller Länder waren, sind und werden immer neu Mitläufer. Glücklich das Land, dessen Geschichte nie zum Missbrauch der Mitläufermassen führt. Die Scham der Menschen über die Fehlbarkeit der Menschen ehrt. Diese Scham sodann aber für Deutschland, das eigene Land, zu reservieren, dies ist der kollektive Fehler der deutschen Bürgermehrheit. Die Lehre aus der NS-Zeit ist nicht, daß die Deutschen schlecht sind. Die Lehre ist, daß die rund 5 % der Aktiven unter den Mitgliedern von menschlichen Gruppen ständig wachsam sein müssen. Es darf ihnen nie die Kontrolle über die anderen rund 95 % entgleiten. Das NS-Regime war ein solcher Kontrollverlust der Vernünftigen gegenüber den demagogischen Rädelsführern der -ismen jener Jahre. D.3. Deutschland sollte den natürlichen Gruppenstolz auf Kultur und Nation nicht mehr allein ,,auf Sportstadien entsorgen''.
Deutschlands Sportkult ist weltweit einmalig, und die Wurzel hierfür ist subtil. Besser wäre, Gruppenstolz auf Kultur, Wissenschaft, Leistung und Nation wieder zu enttarnen und in weisen Grenzen zu dulden. D.4. Die Zukunft wagen... das Land und die Einstellungen der Mehrheit durchgreifend wandeln.
Wichtig ist vor allem, daß bei Technologie, Wissenschaft und Wirtschaftsförderung eine radikale Neuorientierung erfolgt: Elitär, dynamisch, technologie-willig, freigeberisch zugunsten der Besten, kompromisslos gegen Filzokratie, ,,Amigo-ismus'' und Gruppenprivilegien.
Hier folgt die Analyse der Traumatisierung. Dieser Abschnitt steht am Schluss. Das ist ein Bruch mit der gegenwärtigen Vorliebe der Deutschen, dem Jammern immer den ersten Platz einzuräumen. Z.1. I. Weltkrieg 1914-1918: Traumatisiert - ohne eigne Schuld.
Z.2. Traumatisiert durch den II. Weltkrieg:
Eigene Verluste durch die Taten anderer.
Z.3. Traumatisiert durch den II. Weltkrieg:
Gefühl der Mitverantwortung für eigene Taten.
Z.4. Traumatisiert durch das Bewusstsein der Versagens der Justiz in der NS-Zeit.
Bei der Staatsverwaltung waren die Probleme halbwegs steuerbar. Wer ein Gegner war unter den Bediensteten in deutschen Amtsstuben, der hob die Hand zum Hitlergruß müde und gequält, nicht zackig. Das waren sehr viele - eine echte Gegenmacht. - Für müden Hitlergruß ist wohl kein einziger Bediensteter entlassen worden. Der müde Handgruß war wichtiges Erkennungszeichen für Besucher. - Innerhalb der Behörden unter Kollegen war wie üblich sowieso klar, wer für das Regime war, wer dagegen. - Der Besucher wusste durch das Handsignal, auf wen Verlass war, und konnte seine Streit- Strategie entsprechend ausrichten. Extremes Behördenunrecht wurde durch die internen Gegenkräfte in den Ämtern oft recht gut verhindert. Sehr viel gefährlicher war die Justiz, weil ohne Verhandelbarkeit. Besonders schwer wiegt die historische Schuld der deutschen Justiz. Deutsche Staatsbürger konnten vom Regime im wesentlichen nur verfolgt werden im Fall aktiver Bereitwilligkeit der Justiz und der justiznahen Staatsverwaltung. Wohl kein Richter der NS-Zeit ist seines Amtes enthoben worden, wenn er seine urteilende Mitwirkung zu Nazi-Straftaten verweigerte. Sein einziges Risiko war Verlust von Karrierechancen. Das Nazi-Regime wäre nie zu seiner extremen Kriminalität entartet, hätten die Experten des Rechts und der Wahrheit und Würde durch Verweigerung der Folgsamkeit global den Anfängen gewehrt. Wieso versagte die Justiz? Mit der raschen Entfernung der Juden aus dem Justizleben hatten sehr viele Deutsche persönlich profitiert durch einen plötzlichen Karrieresprung nach oben und zu mehr Geld - Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte. An Dank von ihnen gegenüber dem Regime fehlte es sodann nicht. Am schlimmsten zu ertragen war für viele deutsche Verfolgte der NS-Zeit diese Kriminalität eines Teiles der Justiz: Das Schwinden des letzten Vertrauens auf formales Recht - die Justiz verlieh der staatlichen Kriminalität die Endgültigkeit. Einem Arbeiter ohne erweiterte Ausbildung mochten die deutschen NS-Zeit-Verfolgten sein Mitläufertum letztlich vergeben. Die Nazi-Rabauken waren sowieso ein hoffnungsloser Fall. Nie vergeben haben aber viele NS-Zeit-Verfolgte ihr Leben lang dem versagenden Teil der studierten Juristen der Justiz. Von diesem Teilversagen seiner Justiz ist Deutschlands Gesellschaft bis heute traumatisiert. Das ständige Anzweifeln des Rechtsstaates bei allen passenden und unpassenden Gelegenheiten hat hier eine komplexe Ursache. Die Diskussion über Rechts-Positivismus ist ein zu schwaches Analyseinstrument für die Unvorstellbarkeiten, die im Namen des deutschen Rechts von ausgebildeten Juristen für anwendbar betrachtet wurden während der NS-Zeit. Ein jahrhundertelanger Aufbauprozess der juristischen Logik wurde in seinen Grundfesten erschüttert. Es wird Generationen dauern, in Auswertung dieser Erfahrung endgültige Antworten zu gestalten. Denn das deutsche Justizsystem trägt immer noch viel von diesem Unrechtspotential in sich. Z.5. Traumatisiert durch das Bewusstwerden der Fähigkeit von fast jedermann zur menschenverachtenden Kriminalität.
Erst Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkrieges und nach dem Ende der ,,kommunistischen'' Dilletanten-Diktaturen vervollständigt sich das Bild der Kriminalität und verschwinden die Barrieren gegen die offene Erörterung. In allen Völken, deren Bürger wesentlich an der Ausführung beteiligt waren, wird eine ganz besondere weitere Form der Traumatsierung zunehmend erkennbar. In diesen Völkern geht in das kollektive Bewusstsein ein, daß fast jedermann zu Kriminalität bereit ist. Nötig ist nur, daß er eingebunden wird in eine Ausführungs-Hierarchie. Diese legitimiert ihre Kriminalität durch gemeinsamen Vollzug. Im Extremfall von Massenmord vergessen die Mörder, daß sie tun, was sie in ihrem redlichen zivilen Beruf niemals hätten denken können - sie morden. Verbrechen gegen die Menschlichkeit werden verdrängt durch Effizienzdenken: Wie man durch Teilnahme seine Karriere schützt und sein Einkommen, mit welcher Technik man das Maximum von Tötung pro Stunde erreicht und mit dem geringsten Aufwand für Körperbeseitigung... In den Völkern, in denen es geschah - vor allem Deutschland, Russland, China, Japan - , entsteht hierdurch eine sehr komplexe Traumatisierung: Die Wahrheit über die brutale Natur des Menschen zu erfahren und mit ihr zu leben lernen. Diese Wahrheit ist unvereinbar mit der gesitteten realen Welt. Die Angehörigen dieser Zivilisationen wollen ihr Gutsein nun erst recht unter Beweis stellen. Die allgemeine Verbreitung des neuen Ausdruckes ,,Gutmenschen'' belegt das Phänomen. Die Wahrheit aber ist ständig im Bewusstsein präsent: Praktisch alle Mitbürger sind manipulierbar für Kriminalität. - Und man selbst vielleicht auch? - Immerhin gibt es vielleicht ein Drittel, die nein sagten, und das meist ohne Risiken. Und es sind meist nur sehr rund gerechnet etwa 5 % der Bürger, die sogar Widerstand versuchten... Also gehört man sicherlich zum besseren Drittel, ja sicherlich sogar zu diesen 5% - oder nicht? Wie kann man das wissen? - Worin unterscheiden sich die Neinsager von dern anderen? - Sicherlich nicht durch gehobene Ausbildung. - Wodurch sonst wird man also zum Neinsager gegen kollektive Massenkriminalität? Zu erinnern ist wieder an die Erfahrung, daß bei Kriegsbeginn aus vielen der bisherigen Pazifisten gegen jeden Krieg plötzlich Freiwillige werden zum Kampf für echte oder aber vermeintliche Werte. Da nur der Pazifismus oder aber nur der Krieg richtig sein kann, zeigt dies die Manipulierbarkeit gerade der Idealisten. Das heisst nicht, daß die durch Idealismus besonders Begeisterungsfähigen auch für Kriminalität manipulierbar wären. - Oder doch? - Die Traumatisierung liegt darin, daß derartige Fragen, die sonst nie gestellt werden, bewusst geworden sind in den Zivilisationskreisen, die bei der Massenkriminalität der letzten 100 Jahre Teilnehmer waren. Es wird verdrängt, daß der Glaube in die Menschheit zu einem wesentlichen Teil erloschen ist, weil man dann auch sich selbst in Frage stellen müsste. Z.6. Traumatisierungen von Völkern: 200 Jahre Belastungsdauer?
Hat erst der Erste Weltkrieg in Deutschland die Bezugnahme auf den 30-jährigen Krieg 1618-1648 überwiegend aufgehoben? Oder kann die Überwindung bereits auf etwa 1848, also 200 Jahre nach dem Ereignis, angesetzt werden? Wie lange benötigen traumatisierte, aber nicht ausgelöschte Völker und Volksgruppen für einen weitgehenden Abbau der Traumatisierung? - Man denke an Armenier, Juden, durch den Kolonialismus ausgelöschte Staaten und Volkseinheiten in Afrika, ferner die Einbindung der arabischen Staaten in den Vielvölkerstaat Türkei. Bis Deutschland seine Traumatisierung überwunden haben wird, wird die Welt vermutlich globalisiert sein und sich vermutlich nicht mehr in Nationen, Völkern und ethnischen Gruppen, sondern vielleicht in etwa 10 Kulturkreisen definieren. Damit kann man die nationalstaatlichen Gesichtspunkte vernachlässigen und die Fragen von Wissenschaft, Wirtschaft und Kulturschaffen in den Vordergrund stellen. Genau das erfolgte deshalb zu Beginn dieses Textes als Rezept der Enttraumatisierung. zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz |
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